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Vereinsverzeichnis

Gesangverein 1823

Gesangverein Schwäbisch Gmünd 1823 (1975 - heute)

Nachdem sich die drei Vereine Alpenrose, Liedertafel und Männergesangverein 1823 in ihren jeweiligen Hauptversammlungen zu einer Fusion entschlossen hatten, fand am 16. Januar 1975 die Gründungsversammlung des Gesangvereins Schwäbisch Gmünd im Hotel Pelikan statt. Die Versammlung leitete der damalige Vorsitzende des Silchergaues Otto Jettinger. In dieser Versammlung wurde Konrad Hirner zum" ersten, Erwin Wiedmann zum zweiten und Karl Amann zum dritten Vorstand gewählt. Die Versammlung verlief harmonisch und sofort ging man an die Planung für die Zukunft. Josef Weinmann war der erste Dirigent des neuen Vereins. Da die zeitliche Belastung durch zwei Proben für Herrn Weinmann zu groß wurde, suchte man für den Männerchor einen weiteren Dirigenten. Kurz darauf wurde James Adams verpflichtet. Dieser übernahm später dann auch den gemischten Chor: Am 9. Mai 1975 erfolgte ein erster Auftritt, ein zweiter fand am 20. September 1975 im Prediger statt. Dieses Konzert war ein großer Erfolg.

Besondere Höhepunkte des neuen Chores waren ein Schubertkonzert im Frühjahr und ein Wunschkonzert im Herbst 1978. 1976 wurde ein Jugendchor gegründet, der innerhalb kurzer Zeit auch recht erfolgreich war. Die Betreuung dieses Chores hatte Rudi Haseidl übernommen. Leider löste sich der Jugendchor nach 5 Jahren aus verschiedenen Gründen wieder auf. Die Jugendlichen wurden zum Teil im Gesamtchor integriert, andere haben den Verein verlassen. Am 31. März 1979 erfolgte ein Wechsel in der Vorstandschaft. Erwin Wiedmann löste Konrad Hirner als 1. Vorsitzenden ab, Karl Amann wurde 2. Vorsitzender. Im Herbst 1980 trat James Adams als Chorleiter zurück; seine Stelle übernahm im Mai 1981 Walter Dürr. In der Zwischenzeit halfen verschiedene Dirigenten aus, dennoch hielten die Aktiven treu zu ihrem Verein. Auch in dieser schwierigen Phase war ein guter Singstundenbesuch zu verzeichnen. Seit Walter Dürr die Chorleitung innehatte, erfolgte auch nur noch eine Probe in der Woche, da die zeitliche Belastung vor allem für die Sänger des gemischten Chores zu groß wurde.

Anfang Oktober 1984 veranstaltete der Gesangverein zusammen mit der Stadtjugendkapelle und dem Akkordeonorchester Penz ein großes Herbstkonzert. Ende Oktober 1984 erkrankte Walter Dürr schwer, und im Frühjahr 1985 musste er von seinem Dirigentenposten zurücktreten. Der gesamte Chor hat dies sehr bedauert. Es folgte eine Zeit der Ungewissheit, denn es war nicht einfach, einen kompetenten Chorleiter zu finden. In dieser Zeit halfen Klaus Grimminger und unser Vizechorleiter Fritz Böhnlein aus; nur mit ihrer Hilfe konnten die Singstunden und verschiedene Auftritte durchgeführt werden. Im Juli 1985 übernahm Siegfried Daiber den Chor und bereits zwei Wochen später fand der erste öffentliche Auftritt statt. Im Rahmen des "Gmünder Streifens 1985" konzertierte der Gesangverein zusammen mit dem Handharmonikaclub Schwäbisch Gmünd und dem Musikverein Schwäbisch Gmünd.
1986 fand die Bundesversammlung des Schwäbischen Sängerbundes in Schwäbisch Gmünd statt. Die musikalische Ausgestaltung des Empfanges der Stadt Schwäbisch Gmünd lag bei den Chören des Gesangverein Schwäbisch Gmünd 1823 e. \/.
Ein besonderer Höhepunkt war am 28. und 29. März 1987, als der Verein das 100jährige Jubiläum seiner Standarte feierte. Anlässlich dieses Jubiläums wurde die weltliche Kantate „Dir, Seele des Weltalls“ von W. A. Mozart und „Die Tageszeiten“ von G. Ph. Telemann aufgeführt. Diese Jubiläumsveranstaltung beschloss der Chor mit einem fünftägigen Ausflug nach Budapest und an den Plattensee.
Weitere musikalische Auftritte folgten im selben Jahr beim „Gmünder Abend“ im Augustinerhof und im Stadtgarten anlässlich „30 Jahre Stadtjugendkapelle“.

1989 bildeten ein Silcherkonzert im Stadtgarten und die Mitwirkung beim Jubiläum des Liederkranzes Idar-Oberstein die musikalischen Höhepunkte. Im selben Jahr trennte sich der Gesangverein Schwäbisch Gmünd 1823 von seinem Chorleiter Siegfried Daiber und Hartmut Bohlinger übernahm die Stabführung. Unter seiner Leitung wurde 1990 ein Opern- und Operettenkonzert durchgeführt, das sehr großen Anklang beim Publikum fand. Ein 2tägiger Ausflug nach Brigels 1990 zeigte den Sängerinnen und Sängern die Schönheit Graubündens. 1991 und 1992 erfolgten jeweils im Frühjahr große Opern- und Operettenkonzerte. 1992 reisten die Chormitglieder für 5 Tage in die Toskana. Pisa, Florenz und Siena waren die Reiseziele.

1993 feierte der Chor mit einem Konzert sein 170jähriges Bestehen. Das Konzert 1994 musste leider ausfallen, da unser Chorleiter, Hartmut Bohlinger, in der Vorbereitungsphase erkrankte und anschließend sein Dirigentenamt niederlegte. Frau Deoksuk Jeon sprang als Aushilfe ein und unter ihrer Stabführung wurde 1995 ein Opernkonzert aufgeführt, das zu einem sehr großen Erfolg wurde. Aus beruflichen Gründen zog Frau Jeon noch im selben Jahr mit ihrer Familie nach München und übergab im September 1995 die Stabführung an Hans Jorda, den Gauchormeister des Silchergaus. 1996 sang der Chor beim Neujahrskonzert im Stadtgarten, in St. Katharina und im Prediger. Zusammen mit anderen Vereinen gestaltete der Chor ein Benefizkonzert im Stadtgarten zugunsten der Lebenshilfe. Im Rahmen eines 2tägigen Ausflugs an den Mittelrhein und nach Idar-Oberstein wurde die 15jährige Freundschaft mit dem dortigen Liederkranz gefeiert. 1997 war das Konzert "Serenade im Frühling" für Chor und Chorleiter ein sehr großer Erfolg.

1998 konnte der Gesangverein Schwäbisch Gmünd 1823 e.V. das 175jährige Bestehen feiern. Aus diesem Anlass fand am 28. März 1998 ein großes Festkonzert mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert statt. Abschluss der 175- Jahrfeier war eine 4-tägige Chorreise zu Ostern ins Tessin.